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    Wie uns die Blechexpo 2019 in unserer Vision bestätigte

    Die Landschaft der industriellen Fertigung befindet sich im Umbruch. Endlich fassen frische Geschäftsmodelle aus der B2C-Welt auch im B2B Fuß. Vor allem im On-Demand-Manufacturing (auch bekannt als Manufacturing-as-a-Service) steckt noch viel Musik. Artur Reimer, Marktanalyst von hy, hat schon vor einigen Monaten in seinem Beitrag “Wie On-Demand Manufacturing Plattformen den Markt der Auftragsfertigung disruptieren” einen Rundumblick gewagt und viele spannende Unternehmen (darunter Laserhub) gefunden. Ein Blick auf die aktuellen Schlagzeilen der Fachpresse zeigt, dass die Entwicklung seither fortschreitet, wenn auch nicht überall gleichermaßen. 3-D-Drucker und andere additive Fertiger preschen mit On-Demand-Modellen voran, zuletzt so auf der Messe Formnext gesehen. Eine solche Aufbruchstimmung ist bei Laser- und Biegeteilen noch nicht zu spüren, wobei wir unser Bestes dafür geben, das bald zu ändern. Denn auch hier liegt die Zukunft im On-Demand-Manufacturing.

    Was ist eigentlich On-Demand-Manufacturing?

    Unter On-Demand Manufacturing versteht man die gemeinsame Nutzung vernetzter Fertigungsinfrastrukturen zur Produktion von Waren. „On Demand“ bezeichnet die Herstellung zu genau dem Zeitpunkt, an dem ein Produkt benötigt wird. Ein wichtiger Faktor ist außerdem das Sofortangebot, mit dem der Kunde sofort bestellen kann. Vereinfacht gesagt greifen Hersteller dabei auf das Internet zurück, um Fertigungsanlagen gemeinsam zu nutzen, Kosten zu senken und bessere Produkte herzustellen. Das ist alles erst durch kostengünstige Cloud-Ressourcen, schnelle Internetanbindungen und die hochgradige Vernetzung der Industrie-4.0-Ära realisierbar geworden.

    Diese Geschäftsmodelle funktionieren vor allem dann im B2B-Umfeld, wenn die Angebotsseite stark fragmentiert und der Zugang zu Kapazitäten ineffizient oder nicht ausreichend digitalisiert ist. Ein weiterer wichtiger Aspekt für den Erfolg von On-Demand-Anbietern ist deren regelmäßige Nutzung durch industrielle Player, zum Beispiel aus der Automobilindustrie.

    On-Demand Manufacturing am Beispiel von LASERHUB

    Konstrukteure und Einkäufer laden ihre CAD-Dateien auf www.laserhub.com hoch, um innerhalb kürzester Zeit (ein Angebot für) Einzel- oder Serienteile zu erhalten. Diese Art von Manufacturing-Cloud ermöglicht erstmals in der Blechbranche eine standortunabhängige Bestellungs- und Fertigungsabwicklung nach dem On-Demand-Prinzip. Wir sehen das transformative Potenzial in der optimalen Auslastung freier Fertigungskapazitäten – ohne zusätzlichen Aufwand für den Besteller. Im Gegenteil, mit nur wenigen Mausklicks erfolgt die Zuordnung eines Auftrags für eine spezielle Art der Metallbearbeitung auf einen geeigneten Bearbeitungsbetrieb mit entsprechender Anlage – und freien Kapazitäten.
    Mit dieser Form des digitalen Beschaffungs- und Lieferantenmanagements sichern wir unseren Kunden die Lieferkette und verkürzen die Vorlaufzeiten auf ein Minimum.

    Die Prognose

    Künftig wird der Einfluss von On-Demand-Anbietern weiter steigen, da ihnen sowohl Informationen zur Auslastung ihres Netzwerks als auch zu den Materialpreisen bekannt sind. Der Kunde kann sich also sicher sein, dass er sich auf faire, marktkonforme Preise verlassen kann. Die Fertiger ziehen ebenfalls einen großen Vorteil aus dem On-Demand-Trend: Ohne großen Akquiseaufwand wandern automatisiert Aufträge in die Produktion, mit denen sich ihre Maschinen optimal auslasten lassen. Um es kurz zu machen: On-demand = win-win.

    Erfolg in Zahlen

    Noch zufriedener wirkten höchstens die Chefs. Laserhub-Mitgründer Christoph Rößner zog den direkten Vergleich zur Laserhub-Premiere auf der Blechexpo 2017: “Mein Mitgründer Adrian und ich standen ganz allein am Stand, der gerade einmal aus drei Roll-Ups bestand. Auf der Haben-Seite standen damals gerade einmal 23 durchgeführte Aufträge. Wir mussten also um jedes bisschen Aufmerksamkeit buhlen und wurden eher kritisch beäugt. Das Thema Digitalisierung war zwar schon in aller Munde, aber dass gerade ein Startup pragmatische und kundennahe Lösungen für die Blechbranche finden wollte, löste viele Fragezeichen aus”, erinnert er sich. “Wir sind mehr als glücklich, wie sich das Blatt gewendet hat und wie wir in der Wahrnehmung gestiegen sind.” Allerdings wird bei allem Rückenwind auch Christoph ganz demütig, wenn er den Blick durch die Hallen mit ihren teils gigantischen Aufbauten schweifen lässt. Die schiere Größe der Branche beeindruckt ihn immer noch. Und sie zeigt ihm, wie weit der Weg noch ist, den Laserhub vor sich hat. Aber bis zur nächsten Blechexpo sind es ja noch zwei Jahre. Mal sehen, wie groß unser Stand dann ist.

    Fotos: Schall Messe