Die Geschichte der Bayerischen Staatsoper aus technischer Sicht
Als Konstrukteur an der Bayerischen Staatsoper ist Herr Kupfer dafür verantwortlich, die Entwürfe der Bühnenbildner in technisch realisierbare Lösungen zu übersetzen. Dazu gehört nicht nur die Konstruktion und Berechnung, sondern auch die Begleitung der Fertigung in den Werkstätten sowie der Montage auf der Bühne.
Der Arbeitsalltag ist vielseitig: konzentriertes Arbeiten am CAD, Besprechungen mit Gewerken, Ortstermine, Fertigung und Aufbau. Extern gefertigte Metallteile werden dabei vor allem von der Schlosserei genutzt, aber auch von der Tischlerei – etwa in Form von Metallbeschlägen. Seit rund sechs Jahren gibt es kaum eine Produktion, in der keine Blechteile zum Einsatz kommen.
Wenn Kreativität auf Zeitdruck trifft: die Herausforderung
Bühnenbilder entstehen projektbezogen – Serienfertigung spielt hier keine Rolle. „Verglichen mit industriellen Maßstäben sind es bei uns eher Einzelteile“, so Kupfer. Gleichzeitig haben Lieferzeiten höchste Priorität, dicht gefolgt von Planungssicherheit.
Vor der Zusammenarbeit mit Laserhub war die Metallbeschaffung aufwendig: Stücklisten erstellen, Dateien exportieren, Angebote per E-Mail anfragen – und dann warten. „Was am meisten Zeit und Nerven gekostet hat, war das Warten auf Rückmeldungen“, beschreibt Kupfer die Situation. Gerade bei mehreren parallel laufenden Produktionen wurde das schnell zum Engpass.
Aktuelle Projekte, umgesetzt mit Metallteilen von Laserhub
Ein besonders spannender Einsatzbereich der über Laserhub bestellten Blechteile sind die Bühnenkonstruktionen für große Opernproduktionen der Bayerischen Staatsoper. So wurden unter anderem Blechteile für eine rotierende Bühne der Produktion Faust gefertigt, bei der hohe Präzision und zuverlässige Stabilität entscheidend sind, damit die beweglichen Bühnenelemente reibungslos funktionieren.


Ein weiteres aktuelles Projekt sind Blechteile für einen bewegbaren Baum in der Oper Die Walküre, deren Premiere am 25. Juni 2026 stattfindet. Gerade bei solchen dynamischen Bühnenelementen treffen künstlerischer Anspruch und technische Komplexität direkt aufeinander. Die gefertigten Teile müssen nicht nur exakt passen, sondern auch die Anforderungen an Bewegung, Sicherheit und Montage unter hohem Zeitdruck erfüllen.

Warum die Bayerische Staatsoper auf Laserhub setzt
Heute bestellt die Staatsoper ihre Metallteile – hauptsächlich gelaserte und gekantete Blechteile aus Baustahl und Aluminium – digital über Laserhub. Der Bestellprozess wird als „grundsätzlich angenehm“ beschrieben: Daten hochladen, konfigurieren, bestellen.
Besonders wichtig ist dabei die Möglichkeit, kleine Stückzahlen schnell und präzise zu erhalten. „Sehr wichtig“, betont Kupfer. Denn neue Inszenierungen erfordern flexible Lösungen und oft spontane Anpassungen – unabhängig von klassischen Betriebszeiten.