Was steckt hinter den wichtigsten CAD-Formaten?
CAD-Formate unterscheiden sich darin, wie sie Geometrien beschreiben. DXF und DWG sind 2D-orientierte Formate. Sie arbeiten mit Linien, Kreisen, Bögen und Layern. Das ist für einfache Konturen effizient, bietet aber viel Raum für Interpretationen. Liegen beispielsweise Konturen doppelt übereinander, sind Layer falsch angelegt oder Linien nicht sauber geschlossen, kann die Datei für Menschen korrekt aussehen, für die automatisierte Verarbeitung aber problematisch sein. Solche Fehler entstehen oft auch automatisch beim Erstellen in der Software oder beim Exportieren der Datei.
STEP beziehungsweise STP ist ein neutrales 3D-Format. Es beschreibt ein Bauteil als vollständiges Volumenmodell mit Flächen, Kanten, Radien und Geometriebeziehungen. Genau deshalb ist STEP heute eines der wichtigsten Austauschformate in der Fertigung: Es funktioniert softwareübergreifend und macht Bauteile deutlich eindeutiger interpretierbar.
Native CAD-Formate wie SLDPRT, CATPART, IPT oder PRT stammen direkt aus bestimmten CAD-Systemen. Sie enthalten oft besonders viele Informationen, sind aber stärker an die jeweilige Software gebunden.
Bei Laserhub können wir verschiedene Dateitypen auslesen, bevorzugen aber STEP-Dateien aufgrund der Kompatibilität. Die Zusatzinfos, die SLDPRT, CATPART, IPT oder PRT liefern, werden für die Kalkulation und die Produktion nicht benötigt.
