Französischer Aluminium-Riese Constellium will Alu-Autos etablieren
Einfach mal die weltweite Auto-Industrie umkrempeln – das plant der in Voreppe bei Grenoble ansässige Aluminium-Experte Constellium. Und zwar mit Aluminium-Leichtbaulösungen. In dem sogenannten Projekt ISA3 arbeiten französische ForscherInnen und ExpertInnen der Renault Gruppe, der ESI Gruppe sowie dem französischen Institut de Soudure (Institut für Schweißtechnik) und der Universität Lothringen daran, neuartige Legierungen und Lösungen der Zukunft zu entwickeln. Beispielsweise sollen Autotüren aus Aluminium um 15 Prozent leichter werden als der aktuelle Durchschnitt und das Ganze soll schnell und einfach reproduzierbar sein.
Der Alleskönner: Die Vorteile von Aluminium
Warum Constellium sich dem Aluminium verschrieben hat, um Autos und Flugzeuge zu bauen, liegt auf der Hand. Mit einer Dichte von etwa 2,6 bis 2,8 Gramm pro cm³ verfügt Aluminium nur in etwa 30% der Dichte von Stahl. Zugleich besitzt das sogenannte Leichtmetall trotzdem eine hohe Festigkeit. Aluminium kann schwer durchschlagen werden. Nur spitze Utensilien schaffen das. Dennoch lässt es sich im Kontrast mit gängigen Methoden wie Schweißen leicht verarbeiten und umformen. Als würde das noch nicht ausreichen, weißt Aluminium einen ausgesprochen hohen Eigenschutz vor Korrosion auf. Das Leichtmetall zieht sich bei Kontakt mit Sauerstoff einfach selbst eine Oxidschicht über, die sich auch beständig erneuert. Ebenso ist es ziemlich wetter-robust. Ob -80 Grad Celsius oder + 150 Grad Celsius, die Eigenschaften von Aluminium bleiben immer konstant.
Recycling weiterer Bonus von Aluminium
Für Autoindustrie ist gerade eine Eigenschaft von Aluminium insbesondere wichtig. Es kann zum einen in vollem Umfang und nahezu ohne Qualitätsverlust recycelt werden, indem es einfach eingeschmolzen wird. So wird einerseits etwas für die Nachhaltigkeit getan und führt nebenbei noch zu einer Kosteneffizienz. Jack Clark, Senior Vice President, Manufacturing Excellence und Chief Technical Officer bei Constellium ist überzeugt, dass das Projekt Aluminium eine elementare Rolle auf dem Automarkt einnehmen wird. Die Herstellenden seien bestrebt, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren und ihr Angebot an Elektrofahrzeugen zu erweitern. Mit den französischen Partnern, dem Institut de Soudure (Institut für Schweißtechnik) und der Universität Lothringen sowie der Renault sowie ESI Gruppe, will man hier für die Automobil-Branche sowohl in Frankreich als auch weltweit Zukunftsaspekte in punkto Ökologie und Wirtschaft schaffen.
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Quelle: Constellium, Media News, 14.01.2021: ”Constellium and Groupe Renault partner on R&D project for sustainable automotive aluminium solutions”