Konstante Fertigungsqualität im Netzwerk durch Lieferantenauswahl: zwischen Automatisierung und manueller Prüfung

Mit unserem Produktionsnetzwerk können wir sicherstellen, dass jeder Auftrag einen passenden Bearbeiter findet. Gleichzeitig gilt es, Schwankungen in der Qualität von Auftrag zu Auftrag zu vermeiden. Unser Produktmanager Dr. Daniel Michaelis zu Herausforderungen und unserem Lösungsansatz.

Wir führen keine Qualitätsprüfung durch und sehen die produzierten Teile vor der Auslieferung nicht. Wie können wir trotzdem gleichbleibende Qualität für jeden Kunden sicherstellen?

Auf übergeordneter Ebene sorgt erstmal Auswahl und Management der Produzenten für das gewünschte Niveau an Qualität im Netzwerk. Auf Auftragsebene sehen wir im System schon lange, welcher Produzent schonmal für welchen Kunden produziert hat. Zusammen mit Informationen zur Zufriedenheit mit dem Auftrag – da fließen Ergebnisse von Umfragen nach Erhalt der Ware sowie Reklamationen mit ein – konnten wir so Aufträge optimiert zuweisen. Neu ist nun, dass das jetzt auch auf Ebene der Teile funktioniert. Das heißt, das System erkennt, ob ein Teil schon einmal bestellt wurde. Da Unterschiede in den Maschinen und Prozessen unserer Produzenten bestehen, wäre es natürlich nicht gut, dasselbe Teil in leicht unterschiedlichen Ausführungen zu erhalten. Unsere Auftragsabwicklung hat somit nun mächtige Entscheidungshilfen an der Hand, um dem Kunden gleichbleibende Qualität durch Auswahl des Produzenten zu bieten.

Wie automatisiert ist dieser Prozess?

Früher wurden alle Aufträge manuell zugewiesen. Mittlerweile werden 50 Prozent der Aufträge automatisch vergeben, das wollen wir auch weiter steigern, aber eben ohne die Qualität zu verlieren. Aufträge, die manuell überprüft werden, sind Bestellungen mit komplizierten Positionen, sehr hohem Warenwert, oder solche, die ein bereits produziertes Teil enthalten.

Gibt es noch weitere Pläne?

Für die Teileerkennung wird jede Datei analysiert und mit einer einzigartigen Buchstaben-Zahlen-Kombination (dem „Hash“) versehen. Das System erkennt somit, ob dasselbe Teil schon einmal bestellt wurde. Die Datei wird jedoch unabhängig von Fertigungsparametern, wie dem Material, erkannt. In Zukunft sollen diese Parameter mit erfasst werden, also die ganze Position. Der Produzent, der diese Position bereits einmal hergestellt hätte, müsste dann nichts mehr einprogrammieren, da sie sich schon in seinem System befände. Das könnte dann für ein erneutes Bestellen zu einem niedrigeren Preis führen.

Dr. Daniel Michaelis hat sich früher selbst um das Lieferantenmanagement gekümmert und hat in seiner jetzigen Rolle als Produktmanager eines Teils der Plattform naturgemäß großen Fokus auf Qualität des Endprodukts. Der Ingenieur arbeitet hierfür eng mit der Auftragsabwicklung zusammen.

LASERHUB Daniel Michaelis