„Wir wollen die urbane Fahrradmobilität nach vorne bringen“

Ruben Luckert Tavares und Steffen Weiß von blok entwickeln einen innovativen Fahrradständer für die urbane Mobilität. Ein spannendes Projekt, das wir als Produktionspartner begleiten. Im Interview erzählt Steffen Weiß etwas zum Konzept und den Menschen dahinter.

Steffen, fangen wir mit euch an: Wer seid ihr und wie habt ihr euch kennengelernt? 

Wir haben uns 2012 beim Studium der Produktgestaltung an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd kennengelernt. Nach dem Studium zog es Ruben zunächst nach Rio de Janeiro, wo er die Bäckerei “Dufte” gründete und einige Jahre führte. Ich arbeitete nach meinem Master bei verschiedenen Unternehmensberatungen an Digitalisierungsprojekten, bevor wir uns Anfang 2020 erstmal seit Jahren wieder trafen und direkt ein gemeinsames Projekt starteten. 

Wie kamt ihr auf die Idee zu einem innovativen Fahrradständer?

Ruben spielte schon eine Zeit lang mit dem Gedanken. Als wir uns im Februar in Schwäbisch Gmünd an unserer alten Hochschule zur Semesterausstellung trafen, unterhielten wir uns darüber und ich war sofort begeistert. Seitdem beschäftigen wir uns nach Feierabend und am Wochenende mit dem Projekt. 

Steffens Entwicklungspartner Ruben leitete auch schon einmal eine brasilianische Bäckerei.

Was setzt dieses Produkt von anderen Lösungen ab?

blok soll einen Beitrag dazu leisten, die urbane Fahrradmobilität zu verbessern und benutzerfreundlicher zu gestalten, um damit noch attraktiver für ein breites Publikum zu werden. Wir richten uns vor allem an Fahrradfahrer, die ihr Rad zum Pendeln, Einkaufen und wiederkehrende Ereignisse im Alltag nutzen. Hier soll blok eine sicherere und bequemere Lösung bieten – ob am Arbeitsort, der Universität, dem Bahnhof, Marktplatz oder Supermarkt. 

Was leistet ihr dafür auf der technischen Seite?

Unser Konzept bietet die Möglichkeit das Fahrrad mittels App abzuschließen. Das hat den Vorteil, dass der Benutzer kein teures, schweres Fahrradschloss mit sich führen muss. Da blok ein stationäres Schließsystem ist, kann dies entsprechend schwer, solide und damit sicher gestaltet sein. Durch den Einsatz eines innovativen Schließzylinders ist es außerdem möglich, blok vollkommen energieautark zu betrieben, was die Installation wesentlich vereinfacht. 

Was sind die nächsten Schritte für euch?

Nach einer Testphase mit unseren ersten beiden Prototypen, deren Teile gerade bei Laserhub entstehen, werden wir uns um eine Finanzierung bemühen, um uns möglichst bald Vollzeit dem Thema widmen zu können. Wir werden den Fahrradständer weiterentwickeln, sowie eine App dazu und auch darüber hinaus das Portfolio um weitere Lösungen erweitern. Der Vertrieb wird für uns nach der Fundingsuche wohl der nächster zeitintensive Schritt werden. 

Für ihren Prototypen gehören blok zu den ersten, die alle Verfahren der Laserhub-Plattform genutzt haben: Laserschneiden, Biegen, Rohrlaserschneiden und CNC-Drehen. Wir werden an dem Projekt dranbleiben und garantiert nachschauen, was aus dem Prototypen geworden ist.

 

Alle Fotos: blok