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Unser NORTEC-2020-Fazit: Mut steht dem Mittelstand gut

Vom 21. bis 24 Januar 2020 nahmen wir mit unserem Stand an der norddeutschen Industriemesse NORTEC 2020 teil. In vielen Dutzenden persönlichen Gesprächen und bei einer Panel-Diskussion durften wir wieder spüren, dass die Industrie mit der Digitalisierung vorankommt. Der Mut scheint zu wachsen.

Schon in den ersten Gesprächen auf der NORTEC 2020 bestätigte sich für uns, was wir praktisch bei jedem Messeauftritt spüren: Jeder in unserer Branche hat Lust auf Digitalisierung. Das gilt für kleine Betriebe, Mittelständler und selbst Konzerne gleichermaßen. Damit steigt auch die Bereitschaft, seine Teile online zu kaufen. Christian Binkert aus unserem Vertrieb, der für uns vor Ort war, sagt dazu: “Im direkten Vergleich zu 2019 stellen wir schon jetzt fest, dass bei uns immer öfter Anfragen zu großen Serien oder Rahmenverträgen auf den Tisch kommen.” Blecheinkäufer hätten also erkannt, wie groß das Potenzial zum Kostensparen hier sei. “Die Skepsis ist meistens schon verschwunden, wenn wir unsere Plattform gemeinsam mit den Kunden testen. Der Prozess bleibt ja immer gleich simpel, egal ob Einzelteil oder Serienprodukt.”

Was eine Pizza Margherita mit Blech zu tun hat

Doch nicht nur Beschaffer beschäftigen sich immer mehr mit digitalen Prozessen, auch die Anbieter trauen sich mehr. Im NORTEC-Industriegespräch, an dem unter anderem unser Gründer Christoph Rößner teilnahm, ging es darum, wie die Digitalisierung auf die Straße gebracht werden könnte. Erfreulicherweise präsentierte hier auch Dr. Jörg Mutschler vom VDMA einige Themen, die durch seinen Verband angeschoben waren. Für Rößners Geschmack war da allerdings noch zu viel konzeptionelles dabei. Er warb für pragmatischere Schritte.

Um bestehen zu können, müssen auch etablierte Mittelständler das Experimentieren mit der Digitalisierung lernen.

Christoph Rößner

Rößner: “Wir sehen es als unser Erfolgsrezept, dass wir mit der Blechbeschaffung einen klar umrissenen Bereich definiert haben, den wir mit unserem digitalen Prozess verbessern wollten.” Eine Gegenfrage bescheinigte ihm aber, dass er als Start-upler natürlich gut Reden hätte. Ein Mittelständler mit gewachsener Kundenstruktur könne dagegen nicht einfach seine Prozesse von heute auf morgen digitalisieren. Christoph konterte: “Ich glaube sehr wohl, dass auch Mittelständler experimentieren dürfen. Schließlich kann man sich auch hier zunächst auf einen bestimmten Bereich konzentrieren.” Sein Beispiel aus der Kulinarik: Wenn eine angesehene Pizzeria ihr Portfolio erweitern möchte, kann sie statt die Karte komplett umzuschreiben zunächst nur Sonntags auch Pasta anbieten – da reicht dann auch der Hinweis auf der Schiefertafel und durchs Personal. Der Aufwand bleibt in Grenzen. Der Erfolg des neuen Produkts muss dann natürlich evaluiert werden, um den Ausbau zu planen – oder Spaghetti und Co. wieder aus der Küche zu verbannen. In diesem Sinne: Guten Appetit bei der Digitalisierung!

Copyright Fotos: Hamburg Messe und Congress / Rolf Otzipka