Von der Laserbude ins Start-up: Im Gespräch mit Tobias

Als „Specialist Operations“ bei Laserhub ist Tobias Experte für alle technischen Detailfragen rund um die Fertigbarkeit von Aufträgen. Im Interview erzählt er, wie seine Aufgaben aussehen und wie ihn eine abgesagte Fahrradtour zu Laserhub gebracht hat.

Tobias, was macht denn ein „Specialist Operations“ eigentlich bei Laserhub?

Ich bin Teil der  Auftragsabwicklung. In meinem Fall kümmere ich mich um die technische Prüfung der Aufträge und Bauteile gemäß unserer Fertigungsstandards. In der Regel macht das der Algorithmus, aber wenn der mal nicht weiter kommt, springe ich ein. Ich sehe also alles, was nicht automatisch an die Produzenten zugewiesen werden kann oder bin Ansprechpartner, wenn der Produzent eine Rückfrage hat. Ich unterstütze in seltenen Fällen auch mal den Vertrieb, wenn der mal eine kniffligere technische Anfrage eines Kunden hat. Außerdem arbeite ich auch an der Ausgestaltung der Fertigungstiefe im Blechbereich mit. Diesbezüglich berate ich unser Produktteam und bin auch dafür verantwortlich, bestimmte Bearbeitungsverfahren so für uns aufzuarbeiten, dass wir sie automatisiert abbilden können.

Woher kommt deine Erfahrung?

Direkt vor Laserhub war ich knapp vier Jahre in einer 30-Mann-Laserbude angestellt und habe die Laserprogramme angefertigt. Das heißt, ich habe die Bauteile aus den Aufträgen so aufbereitet, dass sie in die Fertigung gehen können. Ich komme aber eigentlich gar nicht aus der Metallbranche, sondern hatte als technischer Produktdesigner erstmal Kontakt mit Kunststoffen. Mein Ausbildungsbetrieb hat vor allem Schutzgehäuse für Tablets aber auch eigene Endgeräte für den militärischen Einsatz entwickelt. So habe ich viele Fertigungsverfahren kennengelernt und vor allem, wie diese Produkte im CAD entwickelt werden. 

Aus der Industrie ins Start-up: wie hat sich das angefühlt?

Ich habe ganz bewusst nach einer anderen Unternehmenskultur gesucht, als die, die ich bisher kennengelernt hatte. Nachdem eine geplante zweiwöchige Fahrradtour mit einem Kollegen leider sehr spontan ins Wasser gefallen war, hatte ich plötzlich mal viel Zeit, um mich mit meiner aktuellen Lebenssituation auseinanderzusetzen [lacht]. Da habe ich im Internet herum gesucht und Laserhub gefunden, was mich einfach gleich angesprochen hat. Ich habe damals eine Mail an die Personalerin geschrieben und einfach gehofft, dass sie vielleicht jemanden wie mich brauchen, was dann glücklicherweise auch der Fall war. Im Endeffekt ist Laserhub für mich der nächste logische Schritt in der industriellen Auftragsabwicklung. Kulturell hat Laserhub ebenfalls einen innovativen Eindruck gemacht: Man konnte direkt sehen, dass die gemeinsame Entwicklung der Prozesse im Vordergrund steht und diese eben nicht als starr und unverbesserlich gelten, wie ich es von meinen früheren Arbeitgebern kannte. 

Was ist das erste, was du tust, wenn es heißt: „Corona ist überstanden“?

Also, mal wieder ohne Sicherheitsmaßnahmen eine Bar besuchen können wäre schön. Und mittelfristig dann auch wieder frei verreisen, ohne Bedenken haben zu müssen, dass dann plötzlich Notverordnungen greifen die mich nachträglich beeinträchtigen. Am liebsten bin ich in den Bergen unterwegs, fernab von all dem Trubel. Das hilft mir den Überblick zu bewahren und das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren.

Danke, Tobias!