Was ist Laserhub? Ein Überblick zu unserer Online-Plattform

Ob für Taxis, Hotels, Videos, Waren des täglichen Lebens oder Kommunikation über Social Messenger – Plattformunternehmen haben ihre Geschäftsmodelle perfektioniert und ihre Produkte gehören für viele Menschen zum Alltag. Viele wissen dabei jedoch nicht, was eine Online Plattform heutzutage alles bedeuten kann, gehen von veralteten Annahmen aus oder werfen verschiedene Modelle einfach zusammen. Welche Online Plattformen sind insbesondere für Einkäufer relevant, was ist was und wo lässt sich Laserhub einordnen? Ich möchte einen Überblick geben.

Welche Plattform für welchen Zweck?

Mit der Jahrtausendwende starteten die ersten Onlinebörsen zur Auftragsvermittlung für Zeichnungsteile. Nach dem Vorbild von eBay brachten diese Vermittlungsbörsen auch im B2B NachfragerInnen und AnbieterInnen digital zusammen und erhöhten die Transparenz in einem bis dato komplett intransparenten Markt. Zweifelsfrei ein großer Schritt nach vorne. Zwei wesentliche Probleme blieben jedoch ungelöst:

Problem #1: Lieferantenwahl
Das Risiko, den falschen Lieferanten auszuwählen, verblieb beim Einkauf.
Problem #2: Fehlende Aufträge
Die Anbieterseite profitierte zwar einerseits vom Zugang zu neuen KundInnen, andererseits konvertierten zu wenige der aufwändig erstellten Angebote in Aufträge.

1. Lohnfertiger mit Bestellportalen

Rund zehn Jahre später begannen große Lohnfertiger mit der Digitalisierung ihrer Bestellprozesse und stellten ihren Kunden online Bestellportale zur Verfügung. Vergleichbar mit den Online-Buchungsportalen von Airlines kann der Kunde in wenigen Schritten seinen Auftrag konfigurieren und erhält sofort einen Preis. Der aufwendige manuelle Angebotsprozess entfällt für den Lohnfertiger und für den Einkäufer sinken die Prozesskosten. Der einzelne Lohnfertiger kann jedoch nur ein begrenztes Produktspektrum anbieten, bezüglich der Produktionsverfahren, Materialien und Lieferzeiten. Der Einkäufer muss weiterhin eine große Anzahl an Lieferanten (und unter Umständen auch Systemen) verwalten und hat dadurch am Ende tendenziell höhere Prozesskosten.

2. Vertikal integrierte Bestellplattformen

Um das Jahr 2015 entstanden die ersten vertikal integrierten Plattformen für die Beschaffung von Zeichnungsteilen. 

Vertikal, da der Fokus auf einer Beschaffungskategorie (z.B. Zeichnungsteile) liegt.

Integriert, da die Plattform nicht nur vermittelt, sondern die Verantwortung für die komplette Supply-Chain übernimmt.

Plattform, da viele Produzenten und Einkäufer zusammengeführt werden und der  Plattformbetreiber nicht über eigene Fertigungskapazitäten verfügt.

Der Kunde erhält über nur einen Vertragspartner und nur ein System Zugriff auf ein extrem breites Angebot und kann Marktintelligenz, Lieferantenauswahl und das Supply-Chain-Management an die Plattform auslagern.

Durch die “Orchestrierung” einer großen Lieferantenbasis ist die Plattform in der Lage (und als Vertragspartner zugleich verpflichtet), Auftrag und Lieferant unter Berücksichtigung von Qualität, Preis und Lieferzeit optimal zusammenzubringen. 

Laserhub ist eine vertikal integrierte Bestellplattform.

Laserhub ist die Plattform für kundenspezifisch gefertigte Metallteile wie Blechteile, Drehteile, Rohrlaserteile, die von mehr als 4.000 Kunden in den unterschiedlichsten Größen und über alle fertigenden Branchen hinweg genutzt wird. So beschrieb ich das Plattformmodell auf unserem Digitalevent Days of Metal:

Am besten die Plattform gleich ausprobieren: Einfach anmelden und kalkulieren!

3. Horizontale Bestellplattformen

Horizontale Bestellplattformen ermöglichen eine ganzheitliche Optimierung aller Beschaffungsvorgänge eines Unternehmens über alle Beschaffungskategorien hinweg. Der Fokus liegt hierbei auf einer effizienten Auftragsabwicklung aus dem Kunden-ERP heraus ohne Systembrüche als ganzheitliche “procure-to-pay”-Lösung.

Der besondere Charme, wie ich finde: Die operative Durchführungen von Bestellungen kann höchst dezentral erfolgen während der Einkauf zentral den Überblick behält. Einziger Nachteil: Wir sprechen letztlich “nur” über die Digitalisierung von einzelnen Beschaffungsvorgängen; Marktintelligenz, Lieferantenauswahl und -Steuerung verbleiben weiterhin als Aufwandstreiber beim Einkauf. 

4. Die beste Lösung: Verbindung von vertikal integrierten und horizontalen Bestellplattformen 

Die Kombination aus vertikal integrierten und horizontalen Bestellplattformen sorgt für die maximale Effizienz und zeigt die extreme Power, die in der Digitalisierung der Prozesse steckt. Über die horizontale Bestellplattform wird ein strukturierter, EPR-system konformer möglichst dezentraler Einkaufsprozess ermöglicht. Und über die vertikal integrierte Bestellplattform kann das komplette Supply-Chain-Management ausgelagert werden. Insbesondere für B- und C-Teile können dadurch erhebliche Einsparungen erzielt werden. 

Die Kombination aus vertikal integrierten und horizontalen Bestellplattformen sorgt für die maximale Effizienz und zeigt die extreme Power, die in der Digitalisierung der Prozesse steckt.
Adrian Raidt

Über Jahrzehnte hinweg war das Internet von der Idee dominiert, durch die entstehende Transparenz mehr direkte Transaktionen zwischen Kunde und Lieferant zu ermöglichen, den Händler als Mittelsmann und dessen Marge einzusparen. Vertikal integrierte Bestellplattformen rücken nun wieder zwischen Kunde und Lieferant.

Was bedeutet das für die Teilepreise, wenn die Marge für die Plattform finanziert werden muss?

Eine Steigerung der Teilepreise kann dadurch vermieden werden, dass die Plattform nicht nur vermittelt, sondern durch die digitalisierte Auftragsabwicklung und die perfekte Zuordnung der Aufträge echte Wertschöpfung erzielt. Ich hab hier ein konkretes Beispiel aus der Blechbearbeitung: 40% des Rohmaterials gehen heute im Durchschnitt bei der Herstellung der Teile als Verschnitt verloren. Durch eine verbesserte Zuordnung von Aufträgen kann dieser Wert drastisch reduziert werden.

Haben Sie weitere Fragen zu unserer Online Plattform oder Bestellplattformen an sich?

Dann scheuen Sie sich nicht, uns darauf anzusprechen. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Jedes Kundenfeedback ist uns dabei wichtig, um besser zu werden und unsere Plattform zu optimieren. Bei Fragen zu diesen Themen kontaktieren Sie uns unter info@laserhub.com.

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