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Fallstudie: Große, modulare Blechbedarfe über die Laserhub-Plattform abwickeln

Die HIA GmbH ist für den großen, modularen Blechbedarf für eines ihrer Kernprodukte komplett auf die Laserhub-Plattform umgestiegen. In dieser Fallstudie erfahren Sie warum gerade die Funktion der Teilebibliothek sowie die Möglichkeit zu einem Rahmenvertrag zu dieser Entscheidung führten.

Die Herausforderung:

Die HIA GmbH stellt für internationale Kunden blechverkleidete Fördersysteme für Flughäfen her. Für einen solchen Auftrag suchte das Unternehmen nach einem flexiblen Lieferanten für die modularen Bauteile.

Die Lösung:

Die Kollegen von HIA ließen alle benötigten Teile als CAD-Dateien anlegen, um sie so in der Teilebibliothek der Laserhub-Plattform abzulegen. Für Gleichteile schlossen sie Rahmenverträge ab.

Viele Reisende, die auf ihre Koffer warten, sind schon einmal mit einem der großen Steckenpferde der HIA GmbH in Berührung gekommen: Das Unternehmen aus dem rheinland-pfälzischen Miehlen stellt für internationale Flughäfen die bis zu 20 Meter langen Fördersysteme für Gepäckkontrollen her. Für welche Flughäfen genau dürfen wir an dieser Stelle nicht verraten, aus Wettbewerbsgründen. Aber kein Problem, uns interessiert auch vielmehr, wie viel Blech darin steckt.

In der HIA GmbH werden bis zu 20 Meter lange Blechkonstruktionen für Flughäfen montiert, die zu 90 Prozent aus Blech bestehen.

Stefan Kring, Projektleiter Sonder­maschinen­bau bei HIA, kennt die Antwort auf diese Frage: „Die Verkleidungen bestehen aus rund 50 bis 150 Einzelteilen, davon sind 90 Prozent Blechteile.“ Das allein ist schon ein ordentlicher Bedarf bei der Menge an Verkleidungen und Tischen im Jahr, die Sache ist aber noch komplizierter, wie Kring ausführt: „Wir sprechen hier von einem modularen Produkt. Je nach Aufstellort unterscheiden sich die Module, was etwa Länge, Breite oder die genaue Konfiguration betrifft.“ Summiert er alle bisher verwendeten Teilevarianten auf, kommt Kring auf gut und gerne 300 verschiedene Einzelteile, die er bisher für die Verkleidungen in Auftrag gegeben hat.

Schwierige Wahl des richtigen Lieferanten

Damit bei aller Modularität die Montage nicht ins Stocken gerät, ist es wichtig, dass die einzelnen Bauteile qualitativ und hinsichtlich der Lieferzeit verlässlich geliefert werden. „In der Vergangenheit hatten wir hier oft Probleme“, gibt Kring zu. „Unser Eindruck war es, dass traditionelle Blechfertiger oft mit unseren Anfragen etwas überfordert waren, weswegen sich manchmal Fehler einschlichen.“ Generell war sehr viel direkte Kommunikation für Kring nötig, um die Aufträge zu verwalten. „Wir wünschten uns immer mehr eine Lösung, mit der wir schnell die notwendigen Module auswählen und dann ohne viel Zeitaufwand in Produktion geben könnten.“ Kring stieß auf die Laserhub-Plattform und war nach einigen kleineren Testaufträgen von der digitalen Lösung überzeugt.

Über den traditionellen Beschaffungsprozess war die Verwaltung unseres komplexen Blechbedarfs zu aufwendig.

Stefan Kring, Projektleiter Sondermaschinenbau, HIA GmbH

Der Erstaufwand für die Digitalisierung zahlt sich aus

„Digital“ ist hier aber das Stichwort, das für Kring nun doch noch einiges an Aufwand bedeutete. Denn längst nicht sein gesamter Bedarf an Blechmodulen lag in Form von CAD-Dateien vor. Für Laserhub ist das aber eine Grundvoraussetzung, wie Hanna Willmann vom Vertrieb erklärt: „Damit er Angebote berechnen kann, benötigt unser Algorithmus saubere CAD-Dateien. Einige Kunden müssen ihre Zeichnungen, die manchmal sogar nur in Papierform vorliegen, erst einmal ins CAD übertragen.“ Ein nicht zu unterschätzender Aufwand für einige Unternehmen, der sich aber lohne: „Zum einen kann es später viele Fehler vermeiden, wenn Bauteile sauber in Form einer CAD-Datei vorliegen. Zum anderen läuft die Abwicklung über Laserhub dann so schlank, dass die Kostenersparnis unterm Strich überwiegt.“ Stefan Kring sah es genauso wie Willmann und ließ alle Bauteile neu zeichnen – pro Bauteil dauerte das fünf bis zehn Minuten, je nach Ursprungsdatei. 

Der große Mehrwert für die HIA GmbH

Kring ging diesen Weg aber offenen Auges, in der Hoffnung, dass am Ende sein Wunschprozess bei Laserhub möglich werde. Ein wichtiger Bestandteil dessen ist die „Teilebibliothek“ auf der Laserhub-Plattform. Jeder Nutzer hat mit dieser Funktion die Möglichkeit, seine CAD-Dateien auf der Plattform in der Bibliothek abzuspeichern, um sie nach Bedarf auszulösen. „Das ist wirklich optimal“, sagt Kring. „So konnten wir uns hier quasi unseren eigenen Online-Shop zusammenstellen, der nur genau das anbietet, was wir benötigen.“ Für die Dauerbrenner seiner Teilebibliothek hat Kring darüber hinaus Rahmenverträge bei Laserhub abgeschlossen. Seine Gleichteile behalten also für ein Jahr lang ihren festen Preis. „Unsere Wiederholungsgeschwindigkeit erhöht sich hierdurch beträchtlich.“

Hanna Willmann vom Laserhub-Vertrieb

Auch wenn das Anlegen der CAD-Dateien manchmal Aufwand erfordert, überwiegt am Ende immer die Zeitersparnis.

Hanna Willmann, Vertrieb, Laserhub GmbH

Und wie sieht es mit der Qualität aus? Hanna Willmann erklärt, wie es bei Laserhub funktioniert, dass sich das richtige Unternehmen um Aufträge wie den von HIA kümmert: „Unser Algorithmus sucht passende Produzenten für jeden Auftrag anhand mehrerer Kriterien heraus – wir wissen, wer mit welchem Verfahren gut zurechtkommt oder ob das Material überhaupt vorrätig ist. Auch die örtliche Nähe spielt natürlich eine große Rolle.“ Grundsätzlich sei es das Ziel bei Laserhub, dass eine Bestellung so wenig Autobahnkilometer sammelt wie möglich. Neben dem Algorithmus spielen aber auch Willmann und ihre Kolleginnen und Kollegen eine große Rolle bei der Auswahl des richtigen Produzenten: „Dadurch, dass der Algorithmus so viel Vorarbeit leistet, haben wir den Freiraum dafür zu sorgen, dass sowohl Kunde als auch Produzent voll zufrieden mit den Aufträgen sind.“ Hat das denn im Falle der HIA zumindest auf Kundenseite funktioniert? „Absolut,“ bestätigt Projektleiter Stefan Kring. „Wir sind sehr damit zufrieden mit der Ware, die wir durch das Laserhub-Netzwerk geliefert bekommen.“ Oder um das in Zahlen auszudrücken: Kring spart sich bis zu 30 Prozent des Zeitaufwands pro Auftrag.

Jetzt selbst ausprobieren

Um selbst die Vorteile der Laserhub-Plattform inklusive Funktionen wie der Teilebibliothek oder der unkomplizierten Rahmenvertrags-Anfrage zu nutzen, benötigen sie lediglich ein Kundenkonto. Hierfür können Sie sich kostenlos registrieren.

Die HIA GmbH wurde 2003 gegründet und ist bis heute als Meisterbetrieb mit spezialisiertem Fachpersonal in den Bereichen Aluminium-, Stahl- und Metallbau tätig. Die drei Geschäftsführer Frank van de Rydt, Christian Querbach und Daniel Birkenstock (Foto ganz oben) sind davon überzeugt, dass ein Produkt immer nur so gut ist, wie es die Fähigkeiten der Mitarbeiter und die verwendete Technik zulassen. Dementsprechend ist die Werkshalle mit modernsten Maschinen und Fräsen ausgestattet, die der Bearbeitung der Werkstoffe Passgenauigkeit bis zum letzten Schliff verleihen.

Alle Fotos: HIA GmbH