Diese Leidenschaft war auch bei einem besonderen Projekt gefragt: In einem neu errichteten Bürogebäude in Berlin sollte ein Atrium durch über fünf Meter lange Metallvorhänge zu einem architektonischen Highlight werden.
Kriskadecor: Metallvorhänge als architektonisches Gestaltungselement
Die Vorhänge stammen vom spanischen Hersteller Kriskadecor, der für dekorative Metallvorhänge aus Aluminiumketten bekannt ist und diese weltweit in Architekturprojekten einsetzt. Sie bestehen aus tausenden Metallringen, die flexible Vorhänge bilden und individuelle Rauminstallationen, Lichtspiele sowie großflächige Designs ermöglichen.
Mit Kriskadecor arbeitet Thomas Hammer bereits seit rund sieben Jahren zusammen. Immer dann, wenn bei Projekten komplexe technische Lösungen für die Aufhängung gefragt sind, empfiehlt Kriskadecor Pabst Metallbau als Partner.
Die Herausforderung: Über 600 Befestigungspunkte und mehr als 2.000 Bauteile
Während Kriskadecor die Metallvorhänge selbst liefert, war Pabst Metallbau für die Konstruktion und Umsetzung der Abhängung sowie der Montage verantwortlich.
Diese Konstruktion musste mehrere Anforderungen erfüllen:
- sichere Aufhängung über Personenflächen
- möglichst schlanke und unauffällige Konstruktion
- exakte Geometrie der Vorhänge im Raum
- präzise Montage trotz komplexer Struktur
Allein an der Decke wurden über 600 Befestigungspunkte gesetzt.
Die Tragkonstruktion selbst bestand aus mehr als 2.000 Metallteilen. In Kombination mit den unzähligen Metallringen der Vorhänge ergibt sich eine Installation mit einer kaum überschaubaren Anzahl von Einzelteilen.
Eine zusätzliche Schwierigkeit:
Die Konstruktion wurde ausschließlich auf Basis von Zeichnungen geplant. Vor Ort zeigte sich später, dass sich im Raum eine zusätzliche Struktur befand, die in den ursprünglichen Plänen nicht sichtbar war.
„Die größte Herausforderung war, dass ich den Ort der Installation nur von Zeichnungen kannte“, erklärt Hammer. „In der Realität sieht es manchmal anders aus und man muss schnell Lösungen finden.“
Gravuren als Schlüssel zur erfolgreichen Montage
Bei einer Konstruktion mit tausenden Bauteilen ist die eindeutige Zuordnung entscheidend. Deshalb erhielt jedes einzelne Bauteil eine Lasergravur.
Diese Kennzeichnungen dienten als Montagecode und machten sofort sichtbar:
- zu welchem Modul ein Teil gehört
- zu welchem Element innerhalb des Moduls
- an welcher Position es montiert werden muss