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Wir stellen uns vor: Daniel, Lieferantenmanagement

Nach seiner Arbeit für die Wissenschaft hat es den promovierten Maschinenbauingenieur Daniel in die Wirtschaft gezogen. Bei Laserhub kümmert er sich um unser Produktionsnetzwerk, wo er für Qualitätskontrolle sorgt und immer ein offenes Ohr für alle Anliegen hat.

Über welche Stationen bist du zu Laserhub gekommen?

Ich habe an der RWTH Aachen den Dipl.-Ing. Maschinenbau gemacht und bin dann als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Universität Stuttgart gegangen. Dort habe ich mich mit Faserverbundwerkstoffen für die Automobilindustrie beschäftigt und parallel promoviert. An meiner Stelle fand ich Projektmanagement besonders spannend und einfach den Prozess von der Idee zur Fertigung. Die Laserhub-Stelle „Werkleiter virtuelle Fabrik“, beziehungsweise das Lieferantenmanagement hat in sehr vielen Punkten dem entsprochen, was ich tun wollte, und so bin ich hier gelandet.

Was bedeutet Lieferantenmanagement bei Laserhub konkret?

Laserhub ist ein zweiseitiges Geschäftsmodell. Wir haben Kunden, die bestellen, und Lieferanten, die produzieren. Die Lieferanten sind unabhängig untereinander, über ganz Deutschland und Österreich verteilt und haben unterschiedliche Kompetenzen und Stärken. Zusammen bilden sie eine virtuelle Fabrik, die viel mehr leisten kann als der größte einzelne Blechbearbeiter. Lieferantenmanagement heißt in dem Kontext, die richtigen Produzenten ins Netzwerk zu holen, sie zu betreuen und weiterzuentwickeln und dafür zu sorgen, dass unsere Kunden die bestellte Ware in hoher Qualität und Zuverlässigkeit erhalten. Wir haben begrenzt viele Lieferanten, denn es ist uns wichtig, jeden gut zu kennen. Nur so kann das gegenseitige Vertrauen aufgebaut werden, das für eine langfristige und sehr gute Zusammenarbeit essentiell ist. 

Gibt es dabei besondere Herausforderungen?

Online hat manchmal keinen guten Ruf. Auf den ersten Blick sind auch wir einfach eine gesichtslose Internetseite. Ich versuche eine Brücke zu schlagen von der digitalen Welt zum persönlichen Kontakt, der uns mit den Produzenten sehr wichtig ist. Teil meiner Arbeit ist also auch, vor Ort zu sein, um über Herausforderungen zu sprechen und den Betrieb kennenzulernen.

Welche Kriterien muss ein Lieferant erfüllen, um in deine Auswahl zu kommen?

Grundvoraussetzung sind eine ISO9001-Zertifizierung und ein moderner Maschinenpark. Der Rest war eine Lernkurve, aber mittlerweile haben wir eindeutige Erfahrungen gemacht. Zu kleine oder zu große Firmen passen eher nicht so gut zu uns. Kleine Firmen sind häufig nicht flexibel genug, um auf unsere häufig kurzfristigen Aufträge zu reagieren. Größere Firmen stellen uns oft zu weit hintenan, als dass wir das vor unseren Kunden verantworten möchten. Grundsätzlich nehmen wir unseren Produzenten die meiste Arbeit mit den Kunden ab, vor allem den kompletten Vertrieb für die Aufträge. Aber natürlich verfolgen wir Reklamationen und haken nach, wenn etwas schiefgelaufen ist. Die intrinsische Motivation ist daher das allerwichtigste: Es muss ein gewisser Ehrgeiz vorhanden sein, vorhandene Prozesse auch zu verbessern, und die Lust auf’s Digitale. Zuletzt schaue ich natürlich auch, ob unser Typ Auftrag zu dem passt, was der Produzent sonst so macht, schließlich ist keinem geholfen, wenn sich jemand komplett verbiegen muss.

Was macht dir an deiner Arbeit besonders Spaß?

Ich bin Maschinenbauingenieur in einem digitalen Start-up! Ich finde es einfach toll, schlanke Prozesse und die vielen Gedanken, die wir da reinstecken, in Betriebe zu vermitteln, für die vieles davon vielleicht ganz neu ist.

Was machst du gern in deiner Freizeit?

Ich lese sehr gern. Große Romane mit außergewöhnlichen Charakteren finde ich unheimlich spannend. Und Sachbücher.
Sportlich gehe ich sehr gerne segeln, nicht sehr häufig, aber das ist mein jährliches Highlight. Man ist ein wenig allem ausgesetzt, kann nicht einfach aussteigen und hat immer was zu tun, weshalb man gedanklich auch wirklich abschalten kann.

Danke, Daniel!