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    Rund um Stahlblech

    Über Stahl

    Stahl ist ein metallischer Werkstoff. Zur Klassifikation von Werkstoffen ordnet man diese in Gruppen. Die drei übergeordneten Werkstoffgruppen sind Metalle, Nicht-Metalle und Verbundwerkstoffe aus beidem.

    Der Stahl zählt zu der Werkstoffgruppe der Eisenmetalle, welche gemeinsam mit den Nichteisenmetallen die Gruppe der Metallwerkstoffe bilden. Stahlblech bezeichnet dabei eine verarbeitete Form des Materials, bei der das Rohmaterial erst in Stränge oder Brammen gegossen wird und anschließend zu Stahlblech gewalzt wird. Lesen Sie hier, wie genau das funktioniert!

    Wie wird Stahlblech hergestellt?

    Stahl ist ein weit verbreiteter Grundlagenwerkstoff in vielen Industriezweigen. Er kommt dort zum Einsatz, wo ein robuster, widerstandsfähiger und stabiler Werkstoff gefragt ist. Hohe Festigkeit und Härte – so dass er großen mechanischen Kräften standhalten kann – zeichnen den Werkstoff Stahl aus. Das hat der Stahl seinen chemischen Eigenschaften zu verdanken: Stahl ist eine Legierung und wird zum größten Teil aus Eisen hergestellt. Er enthält unter 2% Kohlenstoff.

    Zur Gewinnung des Roheisens, welches später zu Stahlblech verabreitet werden kann, wird Eisenerz abgebaut. In einem Hochofen wird das Eisenerz mit Koks und anderen Zugabestoffen wie z.B. Kalkstein erhitzt. Dabei fungiert das Koks als Reduktionsmittel, das heißt es nimmt Sauerstoff auf und verändert dadurch die chemische Struktur des Eisenerzes, sodass Roheisen entsteht. Anders ausgedrückt: Eisenoxid und Kohlenstoffmonoxid werden zu Eisen und Kohlenstoffdioxid. Allerdings hat dieses Roheisen einen Kohlenstoffgehalt von 4% und unerwünschte Mengen der Begleitstoffe Silicium, Mangan, Schwefel und Phosphor.

     

    Blechbearbeitung

     

    Die Aufbereitung des Roheisens wird Frischen genannt. Nach der Aufbereitung und der Nachbehandlung des Eisen ist Stahl entstanden, der anschließend zu Strängen oder Brammen vergossen wird. Diese Halbzeuge bilden das Ausgangsprodukt für die Erzeugung von Stahlblech. Durch das Walzen der Halbzeuge entsteht das Stahlblech als Fertigerzeugnis und kann nun für die Endverarbeitung lasergeschnitten, gebogen und beschichtet werden.

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    Welche Arten von Stahlblech gibt es?

    Es gibt viele unterschiedliche Stahlarten, die je nach ihren Eigenschaften unterschiedlich eingesetzt werden. Die Bezeichnungslogik für die diversen Stahlarten ist offiziell nach der DIN EN 10027 vorgegeben.

    Der erste Baustein der Werkstoffbezeichnung besteht aus einem Hauptsymbol, der die Verwendung des Stahls angibt:

    B – Betonstähle

    D – Flacherzeugnisse aus Stahl, zum Kaltformen geeignet

    E – Baustahl für Maschinen

    H – Flacherzeugnisse aus höherfesten Stahlsorten

    L – Stahl zur Verwendung für Leitungsrohre

    P – Stahl für Druckbehälter

    R – Stahl für den Schienenbau

    S – Stahlbau

    T – Blech- und Blechband für Verpackungen

    Y – Spannstähle

    Die weiteren Bezeichnungselemente der Gruppen 2 und 3 werden für Zusatzinformationen über die Beschaffenheit des Stahls genutzt. Hier wird beispielsweise die Zugfestigkeit in Joule und die Prüftemperatur angegeben.

    J steht dabei für eine Kerbschlagbarkeit von 27 Joule, K steht für 40 Joule und L für 60 Joule. Die zugefügte Zahl gibt die Prüftemperatur in ° Celcius an.

    Neben dieser Bezeichnungsform gibt es weitere Bezeichnungslogiken, z.B. nach chemischer Zusammensetzung oder Werkstoffnummern.

    Kerbschlagbarkeit

    Die Kerbschlagbarkeit eines Werkstoffs gibt die Widerstandsfähigkeit bei schlagartiger Belastung an. Ist der Werkstoff besonders porös oder brüchig, so ist die Kerbschlagbarkeit niedriger und anders herum.

    Ermittelt wird die Kennzahl durch den Kerbschlagbiegeversuch. Dabei wird ein einseitig eingekerbtes Probestück des Werkstoffes auf sogenannte Widerlager gelegt – L-förmige Stützen, die das Wegrutschen des Probestücks verhindern. Ein Pendel trifft nun mit einer kontrollierten Kraft auf das Probestück und verformt oder durchtrennt es. Die Kerbschlagenergie ist ist die Energie, die dabei auf das Werkstück einwirkt. Sie gibt die Zähigkeit des Material an und ist damit ein wichtiger Kennwert für Stähle und andere Werkstoffe.

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