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    StartseiteBiegen & AbkantenWissenswertes zu Biegeteile

    Wissenswertes zu Biegeteilen

    Um Blech und dessen Eigenschaften für die vorgesehenen Einsatzzwecke nutzen zu können, muss es bearbeitet und in Form gebracht werden. Dazu werden die Blechteile geschnitten, entgratet und umgeformt.

    Um ein Metall dauerhaft plastisch zu verformen, spielen die spezifischen Materialunterschiede, die Blechdicke und die Abkantlänge eine Rolle. Auf Basis dieser Vorgaben können anschließend die idealen Biegeradien und die Presskraft ermittelt werden.

    Die Streckgrenze

    Beim Biegen von Blech muss die eingesetzte Presskraft je nach Material bestimmt werden. Jedes Material besitzt unterschiedliche physikalische Eigenschaften und ist bis zu einem gewissen Grad elastisch verformbar.

     

     

    Wird die Grenze der elastischen Verformbarkeit bei der Herstellung von Kantteilen nicht überschritten, so springt das Material in den Ausgangszustand zurück. Erst wenn die sogenannte materialspezifische Streckgrenze überschritten ist, ändert sich die kristalline Struktur des Materials irreversibel.

    Die neutrale Faser beim Biegen von Blech

    Beim Biegeumformen werden im Querschnitt die äußeren Bereiche des Blechs gestreckt, die inneren Bereiche dagegen gestaucht.

    Blech biegen

    Im mittleren Bereich der Blechdicke bleibt dabei die sogenannte “neutrale Faser” bestehen. Beim Biegen des Blechs behält sie ihre ursprüngliche Länge, die jener vor dem Biegen entspricht.

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    MIndestbiegeradius

    Wird Blech gebogen, so kann der Biegeradius nicht willkürlich klein gewählt werden. Je nach Metall und Blechstärke sollte ein minimaler Biegeradius nicht unterschritten werden. Der sogenannte Mindestbiegeradius gibt den kleinstmöglichen Radius an, mit dem das Biegeteil ohne Materialschäden gefertigt werden kann.

     

     

    Der Mindestbiegeradius wird immer an der Innenseite des gebogenen Blechs gemessen. Wird dieser Wert unterschritten, so können Risse im Material entstehen. Außerdem kann es zu Quetschungen sowie einer Veränderung des Querschnitts in der Biegezone kommen.

    Mit zunehmender Blechdicke steigt der Mindestbiegeradius, ebenso variiert er von Werkstoff zu Werkstoff. Zur Errechnung des Mindestbiegeradius für Ihre Kantteile können Sie einfach die Blechdicke mit den folgenden Umrechenfaktoren multiplizieren:

    1-3 für Stahl,
    0,8 – 1,2 für Edelstahl
    0,9 –3 für Aluminium

    Eine ausführliche Anleitung zur Konstruktion von Blechbiegeteilen finden Sie im CAD-Guide.

    Überbiegeradius bei Blechteilen

    Beim Abkanten kann das Blech nach der Umformung leicht zurückfedern. Dieses Verhalten kann durch die Wahl eines etwas kleineren Stempels und einer leichten Überbiegung ausgeglichen werden. Der Rückfederungsfaktor hängt vom Blechmaterial, dem Biegeradius und der Blechdicke ab.

     

     

    Ähnlich verhält es sich mit dem Überbiegungswinkel, der den Grad der Blechüberbiegung angibt. In der Praxis werden diese feinen Einstellungen meist von der Biegemaschine oder Abkantbank automatisch eingestellt.

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